Das Bergbaudorf

„Natürlich Dreislar“ begrüßt seine Gäste als ein typisches Mittelgebirgsdorf in einer landschaftlich ausgesprochen reizvollen Lage mitten im Vogelschutzgebiet Medebacher Bucht. Südlich von Medebach, zwischen dem Linsenberg, dem Ziegenberg und dem Rüggen liegt Dreislar etwas versteckt. Bunte Wiesen mit Kühen und Ziegen sowie bizarre Nieder- und Mittelwälder bestimmen das Ortsbild, das durch eine lebendige Landwirtschaft geprägt ist.

Neben dem Sauerland Höhenflug, Medebacher Bergweg und dem Weg der Deutschen Einheit findet der einfache wie auch anspruchsvolle Wanderer direkt ab der Ortsmitte durch Landschafts- und Naturschutzgebiete seine Stunden- bzw. Tagesziele. Natur erleben, z. B. durch geführte Kräuterwanderungen oder einfach mal entspannen an der Wellness-Oase im Schwinkeltal sind nur einige Möglichkeiten, die der Ferienort Dreislar bietet.

Im Schwerspatmuseum Dreislar bekommt der Gast einen Einblick in die Erdgeschichte und der einzigartigen Kristallwelt.

Ein bisschen Geschichte

Die Geschichte von Dreislar beginnt im Grunde schon vor 50 bis 60 Millionen Jahren. Dann nämlich, als im Zeitalter Paläogen unter Brodeln und Zischen heiße Lösungen Erze aus tiefer liegenden Gesteinsschichten lösten, die sich in der „Dreislarer Störung“ wieder ablagerten.

Ungestört von weiteren Einflüssen konnte so der für Dreislar später so bedeutsame Schwerspat oder Baryt entstehen, der Mineralien hervorgebracht hat, die in Fachkreisen weltbekannt sind.

Im Vergleich zu anderen Medebacher Ortsteilen trat Dreislar mit der ersten urkundlichen Erwähnung im Jahr 1388 erst relativ spät auf den Plan. Als ein Ort, der aus einem Weiler hervorgegangen ist, fristete er lange ein eher unbedeutendes Dasein. Mit der Erlangung der Bergbaurechte in der Mitte des 19. Jahrhunderts gewann die Schwerspatgrube jedoch an Bedeutung. Bis in die heutige Zeit ist Dreislar trotzdem ein landwirtschaftlich geprägter Ort geblieben.